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Kampf gegen Wilderer
TUI Care Foundation hilft in Kenia dem IFAW

Bei einem touristischen Besuch in Afrika ist es quasi ein Pflichtprogramm – zumindest beim ersten Mal. Wenn man schon auf dem Kontinent ist, der uns durch Bernhard Grzimek und seine Serengeti, die nicht sterben darf, seit der Kindheit so nah scheint, dann muss man auch auf Safari gehen.

Aber ja, auch ich habe manchmal gezweifelt – wenn man dann ein, zwei Stunden mit dem Jeep durch die Savanne gurkt und außer Impalas und Zebras nur eine Giraffe von weitem sieht… – ob das wirklich eine gute Idee war mit der Safari. Wo man doch die perfekten Tierfilme so einfach im TV sieht, und auch viele Zoos mittlerweile spannende Gehege zum Entdecken bieten…

Aber gerade, wenn man in Kenia an der Küste Urlaub macht, sind die beiden Tsavo Nationalparks relativ leicht zu erreichen – und vor allem den Elefanten-Herden in freier Wildbahn zu begegnen, ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Selbst, wenn man am Ende der – leider immer noch sehr teuren Safari – nicht die Big 5 gesehen hat.

Verborgen vor dem Tourismus gibt es aber einen ganz anderen Kampf. Professionell organisierte und brutale Wilderer-Banden, die es vor allem für ihre asiatischen Kunden auf das Elfenbein abgesehen haben. Wie sollen die Ranger die Elefanten schützen? In einem Gebiet, das so groß ist wie Hessen? Die TUI Care Foundation hat sich entschieden, den Kampf zumindest mit Geld und Equipment zu unterstützen. Sie hilft dem IFAW, dem International Fund for Animal Welfare bei seinem tenBoma Projekt. tenBoma heisst sinngemäß 10 Hütten und meint, wenn nur zehn Nachbarn sich zusammenschließen, dann können sie stärker reagieren auf Gefahren und gegenseitig auf sich achtgeben. 

Im Fall der Wilderei: es ist viel mehr, als eine David gegen Goliath Herausforderung. Die Nationalpark-Ranger sind beim Elefanten-Schutz hoffnungslos unterlegen mit ihrer spärlichen Ausrüstung und dem wenigen Personal. Der IFAW versucht nun, die Kräfte zu bündeln. Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten zusammen zu bringen, sie mit moderner Technik auszustatten und mit der Bevölkerung am Rande der Nationalparks zu vernetzen. Alles, um ein Gegengewicht zu schaffen gegen die kriminellen Wilderer-Banden. Zu verhindern, dass sie überhaupt Gelegenheit bekommen, an das wertvolle Elfenbein zu gelangen, scheint nämlich aussichtsreicher, als der Kampf gegen die Korruption auf höherer Ebene, zum Beispiel im Hafen von Mombasa.  

Wie tenBoma im Tsavo-Nationalpark funktioniert, unbemerkt von den Safari-Gästen, habe ich mir vor Ort angeschaut.

Das tenBoma Projekt

Die TUI Care Foundation Hilfe

Die Salt Lick Lodge

Zum Anschauen der Film-Reportage auf den PLAY Button im Bild klicken

 

Übrigens, wer nach dem Beitrag sich inspiriert fühlt, den afrikanischen Busch nicht nur als Stippvisite im Rahmen einer kleinen Safari kennen zu lernen…:

Vor drei Jahren schmiss Gesa Neitzel alles hin, setzte sich in den Flieger nach Afrika und begann im südafrikanischen Busch mit der Ausbildung zur Rangerin ein ganz neues Leben. Darüber hat sie ihr erstes Buch geschrieben, „Frühstück mit Elefanten„, das ein Bestseller wurde.

Doch die wahre Reise war und ist eine innere. Inmitten der Wildnis und Auge in Auge mit Elefanten, Löwen und Leoparden lernt Gesa jeden Tag aufs Neue, was wirklich zählt; was in ihrem „alten Leben“ schiefgelaufen ist und warum es heute wichtiger ist denn je, barfuß dem Strom des eigenen Lebens zu folgen und auf die innere Stimme zu hören. In ihrem neuen Buch „The wonderful wild“ nimmt Gesa uns mit auf eine Reise in die Natur und zu uns selbst. Sie führt uns weg vom Denken und hin zu mehr Fühlen. Vom Asphalt in den Busch. Von der Großstadt des Komforts in die Wildnis der Intuition … Die Wildnis ist tief in uns Menschen verwurzelt – wir haben nur verlernt, auf ihre Stimme zu hören. Gesa Neitzel zeigt, wie es jedem möglich wird, einen authentischen Rhythmus in unseren ganz normalen Alltag zu integrieren und nimmt uns mit auf eine Reise in die Natur und zu uns selbst.

Sie führt vom Denken hin zum Fühlen und gibt eine einfache Anleitung für ein wildes Leben!

Gesa Neitzel war Fernsehredakteurin in Berlin, bevor sie sich in Südafrika zur Rangerin ausbilden ließ. Heute arbeitet sie als Safari-Guide und lebt abwechselnd in Afrika und Deutschland.

Mehr über sie und ihr Leben auf ihrem Blog

 

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