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Wellness ist ja seit Jahren einer der Megatrends im Tourismus. Die Entspannung des Urlaubs nutzen, um sich auch mal so richtig verwöhnen zu lassen. Denn gerade die passiven Angebote sind es, die gerne gebucht werden: Massagen mit allem möglichen Schnickschnack, Körper-, und Gesichtspackungen, warme Blubberbäder. 

Dinge, die eigene Anstrengung erfordern, stehen dagegen nicht so hoch im Kurs. Medical Wellness zum Beispiel erinnert viele Kunden zu sehr an das eigene Versagen am Körper. Schwitzen durch eigene Anstrengung ist beileibe nicht so attraktiv, wie Schwitzen in der Sauna. 

Das wirklich irrste Wellness-Angebot habe ich eher zufällig entdeckt: im Nationalpark Nockberge in Kärnten in Österreich. Wer nicht weiss, dass es überhaupt existiert, wird mit großer Sicherheit auf der Nockalmstrasse vorbeifahren, ohne die unscheinbare und auch ein wenig unschmucke Hütte in der Bergkuhle in einer scharfen Kurve zu bemerken. Es ist das Karlbad. Ein uraltes Bauernbad, in dem die Menschen in den Bergen seit Generationen hoffen, ihre körperlichen Wehwehchen aus der harten täglichen Arbeit gelindert zu bekommen. 

Es geht auch um heisses Wasser. Aber so etwas werden Sie noch nie erlebt haben. Die Herstellung des Bades ist nämlich wirklich archaisch. Im Feuer werden Mineralreiche Wackersteine aus dem Gebirgsbach glühend heiss gemacht und dann in eiskaltes Wasser gekippt, das in ausgehöhlten Lärchenstämmen auf seine Patienten wartet. Den Rest können Sie sich sicher bildlich vorstellen.

Komfort dürfen Sie dabei wirklich nicht erwarten. Und eine gewisse Rustikalität sollten Sie auch schätzen. Aber das Erlebnis dann ist wunderbar. Und Sie werden es sicher nie vergessen.

Hinterher kann man auch noch deftig essen. Und wer sich ganz rechtzeitig angemeldet hat, auf denen warten auch einige wenige Zimmer ohne elektrischen Strom, um wirklich mal zu erleben, wie es sich anfühlt am Ende der Welt…

Die Übernachtung kostet um die 60 Euro pro Person im Doppelzimmer inklusive Vollpension und einem Bad im Badetrog. Ein Bad ohne Übernachtung kostet etwa 20 Euro. Das Hotel ist nur in der Zeit zwischen Mitte Juni und Mitte September geöffnet. Buchen sollte man jeweils im Herbst für die nächste Saison, da es im Nationalpark kein Telefon gibt und das Büro während der Saison nicht besetzt ist. Das Hotel besitzt auch keinen Stromanschluss; Übernachtungsgäste sollten deshalb an eine Taschenlampe denken.

Anreise: Die Region um den Millstätter See erreicht man ab München und Salzburg über die Tauernautobahn A 10 (Maut), Abfahrt Spittal Nord/Millstätter See. Millstatt liegt am Ostufer des Sees. Von Millstatt fährt man über Radenthein, Bad Kleinkirchheim und Ebene Reichenau zur Nockalmstraße (Maut). Die Nockalmstraße führt durch den Nationalpark und am Karlbad vorbei. Sie endet bei Innerkrems. Von dort aus fährt man über Loben und Gmünd zurück nach Millstatt. 

Kontakt zum Karlbad +436649683926

Adresse der Betreiberfamilie Aschbacher im Tal: Winkl 50, 9862 Winkl

das Karlbad

 

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Irrste Wellness der Welt
4.7Seh-Check
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