Wald-Wandererlebnis im © Nationalpark Schwarzwald

Bad Herrenalb im Schwarzwald
Auszeit, Ausspannen und Abenteuer mit Adrenalin

Von allen deutschen Mittelgebirgen hat der Schwarzwald sicher traditionell immer noch den besten touristischen Ruf. Einmal wegen seiner sonnenverwöhnten geografischen Lage,  aber auch wegen der liebgewonnenen Klischees. Sei es der so putzig und sympathisch wirkende Bollenhut der Tracht, dann das Rückgrat der Sahne-Konditorei, die Schwarzwälder Kirschtorte, oder auch die lustigste Wanduhr der Welt, die Kuckucksuhr. Alle diese Klischees sind positiv besetzt. Das macht auch ihren Erfolgszug rund um die Welt aus. Natürlich auch der Schwarzwälder Schinken oder der Schwarzwälder Kirsch-Brand. Black Forest, Forêt Noir – auch für viele Ausländer ist das ein liebenswertes Stück Deutschland. Nicht zuletzt für die Modell-Eisenbahnfreunde, deren Faller Häuschen-Bausätze zufällig auch im Schwarzwald erdacht wurden, und viel aus der heimischen Landschaft in die internationale Spielzeugwelt transportierten.

Gerade in den Nachkriegsjahren war der Schwarzwald ein Selbstläufer. Die Schwarzwald-Hochstrasse von Baden-Baden aus musste verbreitert und Kurven-entschärft werden; auch, weil fast jeden Tag holländische Camper bei ihren ersten Bergerlebnissen rettungslos strandeten.

So etwa Höhe Karlsruhe fängt der Schwarzwald an, geschmiegt an die französische Grenze. Und er zieht sich ganz schön Richtung Süden. Über langgezogene Waldberge, ausgedehnte Wiesentäler, bis hin zu baumfreien Bergkuppen. Ganz früher eine ziemlich ärmliche Gegend, heute eine der bevorzugten Wohnlagen in Deutschland, wenn man es sich denn aussuchen könnte. Westlich, wohlständig.

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Kein Wunder, dass die TV-Schwarzwaldklinik viele Episoden die Massen vor dem Fernsehgerät verzückte, oder noch Jahrzehnte vor ihr, das lustige Treiben im Forellenhof. Baden-Baden war das deutsche Monte Carlo, die mondäne Insel zwischen Tannenwipfeln. Und dass einige Kilometer südlich, in Baiersbronn, über Jahre die kulinarisch am höchsten ausgezeichnete Gemeinde Deutschlands Gourmets aus aller Welt anlockte an den ansonsten Ar… der Welt, das beweist die Strahlkraft dieses größten Mittelgebirges Deutschlands.

Aber genug der Lobhudelei. Denn in der jüngeren Vergangenheit ging es dem Schwarzwald touristisch gar nicht mehr gut. Die klassische Todes-Spirale: Familien-Stammgäste blieben weg, weil es rund um das Mittelmeer nicht nur nicht teurer, sondern oft sogar günstiger war, plus Meer, plus Strand. Die älteren Jugendlichen fanden es angesichts der internationalen Alternativen überhaupt nicht mehr cool, und die „Besser-Verdiener“ merkten, dass der Luxus von Mittelmeer-Suiten oder Fernreise-Villen preislich gar nicht so weit entfernt lagen, aber vom Angebot ungleich mehr offerierten.

Dazu noch der Trend weg vom Dreiwochen-Urlaub hin zum übers Jahr verstreuten Kurz-Tripp. Die Belegungszahlen brachen auch im Schwarzwald ein. Folge: es fehlte das Geld für Renovierung und Innovation. Also wurde man noch unattraktiver. Offen gesagt: ein Großteil der Unterkünfte ist heute, wo fast jeder Reisende den Vergleich hat, kaum noch vermittelbar. Zumindest nicht zu den Preisen, die etliche etwas bockig-ältere Vermieter unbeirrt noch auf das Schildchen im Kleiderschrank malen. 

Vielleicht auch ein Wesenszug des Schwarzwälders, dem alles Neumodische eh etwas suspekt ist. „Hauptsache doch, sauber“, lautet oft die Kehrwochen-infizierte Ausrede, wenn Berater in den Gemeinden werben, auch mal ins Risiko zu gehen und den 70er Jahre Möblierungsschrott aus den Zimmern in den Hof zu werfen. Für die Busreise-Gruppen mit Senioren oder ausländischen Billig-Urlaubern muss es eben noch gut sein. Und der Abstand wird immer größer zu konkurrierenden Destinationen…

Jugendliche? Ach, die machen doch nur Unsinn und Lärm… Die wollen laut Musik hören, stören die Ruhe im Kurpark und sitzen nicht artig abends bei Flammkuchen und einem Schoppen Wein herum. Sagt oft die Mehrheit im Gemeinderat. Vor allem die, die schon weit im Rentenalter ist. Vor allem gedanklich. 

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Von daher kann man nur hoffen, dass die unruhigen Macher, auch die gibt es im Schwarzwald, Durchhalte-Vermögen beweisen. Die Region hat nämlich nach wie vor riesiges Potenzial. Gerade jetzt, wo aus unschönen Gründen wieder der Wert den Nähe erkannt wird.

In meiner Filmreportage über den Nördlichen Schwarzwald am Beispiel des bekannten kleinen Kurortes Bad Herrenalb – perfekt gelegen zwischen Karlsruhe und Baden-Baden – möchte ich zeigen, dass so viel von den Langeweile-Vorurteilen einfach nicht stimmt. Wer sucht und die Augen und das Herz öffnet, wird auch in Bad Herrenalb und um Bad Herrenalb herum so viel An- und Aufregendes finden, dass ein Urlaub nicht genug ist. Gleitschirm-Fliegen, querfeldeines Abenteuer-Wandern mitten durch die Wälder, Kraxeln an senkrechten Felsen, Abseilen von Brücken, Geröll-Parcour an Wildbachen und Canyoning ohne Boot… alles ist möglich. Oder einfach nur in der Hängematte in der Blumenwiese liegen und träumen…

Informationen über den Schwarzwald

Nördlicher Schwarzwald

Bad Herrenalb

Gleitschirmfliegen

Murgtal Adventure-Tag

Falkenstein-Klettern

Albtal-Abenteuer-Track

Geführte Wander- und Erlebnis-Touren

Aqua-Healing Siebentäler Therme

Gourmet-Tipp 1: Villa Lina

Gourmet-Tipp 2: Hotel Lamm Rotensol

Hotel-Tipp Schwarzwald Panorama

Ferienwohnungs-Tipp  (smile…, ist meine)

 

Um die Film-Reportage anzuschauen, bitte auf den PLAY Button im Titelbild klicken.

 

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